Neuenburg am Rhein/Rust, 13. Juli 2025 – Das traditionsreiche Nepomukfest in Neuenburg am Rhein, seit 1969 fester Bestandteil des städtischen Lebens und auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg, sieht sich unerwartet mit weitreichenden Forderungen konfrontiert. Niemand Geringeres als Roland Mack, Inhaber des weltberühmten Europa-Parks in Rust, hat sich nun in die Festivitäten eingeschaltet und verlangt seinen Anteil am Umsatz.
In einem überraschenden Schreiben, das der Schmunzelpresse vorliegt, begründet Mack seinen Anspruch mit einem historischen Sachverhalt: „Es ist allgemein bekannt“, so Mack, „dass der Europa-Park ursprünglich im Jahr 1973 in Neuenburg angesiedelt werden sollte. Der vorgesehene Standort? Genau dort, wo heute Ihr lieb gewonnenes Nepomukfest stattfindet – beim Sportzentrum!“
Da dieses Areal nunmehr für Bratwurststände, Karussells und Bierbuden des Nepomukfestes blockiert sei, und damit eine mögliche Europa-Park-Expansion in Neuenburg auf ewige Zeiten vereitelt wurde, sieht sich der Freizeitpark-Mogul im Recht. Mack fordert daher für jedes zukünftige Nepomukfest einen Eintrittspreis von 60 Euro pro Besucher, zuzüglich 35 Prozent der gesamten Einnahmen aus Speisen, Getränken und Fahrgeschäften. „Es ist nur fair“, heißt es in dem Schreiben weiter, „dass wir am entgangenen Vergnügen beteiligt werden. Der Wert einer Achterbahn ist schließlich höher als der eines Kettenkarussells.“
Die Stadtverwaltung zeigte sich „zutiefst schockiert“ über die Forderungen. „Das Nepomukfest ist ein Kulturgut, kein Freizeitpark-Filialbetrieb!“, empörte sich Bürgermeister Joachim Striby, der bereits über die Gründung eines „Aktionsbündnisses zur Verteidigung der Dorffeste“ nachdenkt. Erste Berechnungen der Stadt kämen zu dem Ergebnis, dass bei derart hohen Eintrittspreisen und Abgaben das traditionelle Fest künftig eher als „Nepomuk-Geisterfest“ ohne Besucher enden würde.
Ob Roland Mack mit seiner kuriosen Forderung Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Insider vermuten bereits, dass der Europa-Park im Falle einer Niederlage eine eigene „Mini-Schwarzwald-Kirmes“ als Konkurrenzveranstaltung auf einem nahegelegenen Acker plant – selbstverständlich mit einer originalen Schaukel aus den 70ern, um die historische Verbindung zu Neuenburg zu betonen.



